Das Deutsche Schützenmuseum

Das Deutsche Schützenmuseum auf Schloss Callenberg im Coburger Ortsteil Beiersdorf stellt die Geschichte des deutschen Schützenwesens dar. Es wird vom Deutschen Schützenbund betrieben und wurde am 14. Mai 2004 von Andreas von Sachsen-Coburg und Gotha und dem Präsidenten des Deutschen Schützenbundes Josef Ambacher eröffnet. Bereits von 1907 bis 1938 gab es ein Vorläufermuseum in Nürnberg, das von der Gestapo geplündert und während des Zweiten Weltkriegs durch Bomben zerstört wurde.

Auf lebendige und unterhaltsame Weise wird die Geschichte und die Vielfalt des Schützenwesens von den Anfängen in prähistorischer Zeit bis zum spannenden Sportschießen unserer Tage präsentiert. Im Deutschen Schützenmuseum ist (fast) alles ausgestellt, was das historisch interessierte Schützenherz begehrt:
Vom Nachbau einer Steinzeithöhle und originalen, 6000 Jahre alten Pfeilspitzen über die mittelalterliche Armbrust zur Stadtverteidigung und die Entstehung der Schützengesellschaften mit ihren z.T. kuriosen Schützenscheiben, den großen Schützenfesten und dem Vogelschießen bis hin zum modernen Sportschießen.
 
Im Mittelpunkt steht die Entwicklung des Deutschen Schützenbundes seit seiner Gründung im 19. Jahrhundert. Im Schützenmuseum ist die weltweit vollständigste und wertvollste Sammlung der Trophäen und Memorabilien der Deutschen Bundesschießen von 1862 bis 1965 zu sehen. Zu den kostbarsten Exponaten gehören die Objekte aus der Sammlung der über 650 Jahre alten Schützengesellschaft Coburg - u.a. mit den Schützenmeisterporträts aus dem 16. Jahrhundert oder einer der wenigen erhaltenen Originalfahnen in Schwarz-Rot-Gold aus der Frankfurter Paulskirche von 1848.
 

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Abteilung über den Deutschen Schützenverband (DSV) der DDR und die gerade fertiggestellte Präsentation der Nachkriegsgeschichte des Schützenbundes – u.a. mit dem prächtigen "Heuss-Pokal" aus den 1950er Jahren und dem von Bernd Klingner beim Gewinn seiner Goldmedaille bei den Olympischen Spielen von 1968 in Mexiko-City benutzen Gewehr.

Nach wie vor zeigen die Ausstellungen über Hans Kowar, den "Kampfrichterpapst", und Konrad Aichemüller, "den Vater des Bogenschießens in Deutschland", die einzigartigen Sammlungen zweier der bedeutendsten Schießsportfunktionäre des 20. Jahrhunderts. Die Sonderausstellung "Von Kopf bis Fuß auf Zielen eingestellt" beschäftigt sich mit allen Facetten des "Frauenschießsports im Wandel der Zeiten". Die zum Teil aus dem 16. Jahrhundert stammende Amtskette der Schweinfurter Schützenkommissarin ist nur noch an diesem Wochenende zu sehen.

Am Schießstandsimulator im 2. Obergeschoss haben kleine und große Besucher Gelegenheit, den gar nicht so einfachen Sport selbst einmal auszuprobieren. Ausrüstungen, Pokale, Medaillen und Erinnerungsstücke von Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen vermitteln zusammen mit Multimediastationen das Gefühl, Sternstunden der Sportgeschichte direkt mitzuerleben oder wenigstens authentisch nachzuvollziehen.

Deutsches Schützenmuseum
Schloss Callenberg
Callenberg 1
96450 Coburg - Stadtteil Beiersdorf
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